Herzlich Willkommen auf der Seite des Forschungsprojekts Satellite!

Laufzeit: Juli 2020 - Juni 2023, Förderkennzeichen: 02WPR1546 (A bis J)

RePhor1 BMBF1
Verbundpartner
Satellite Projektaufbau
Kläranlage Hildesheim
Kläranlage Rehburg
Projektauftakt

Modelleinsatz im Satellite-Projekt

Im Forschungsprojekt Satellite werden verschiedene Modelle für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Im Arbeitsschwerpunkt "Angepasster KA-Betrieb" () werden die untersuchten Verfahren und Betriebsumstellungen im Vorfeld mithilfe von detailierten dynamischen Modellen auf Grundlage von realen Zufluss- und Betriebsdaten untersucht, bevor eine Umstellung in der Großtechnik erfolgt. So können Betriebsstrategien vorab getestet werden und Erkenntnisse über die zu erwartenden Reaktionen des Systems Kläranlage gewonnen werden.

Die Ergebnisse der im Rahmen des Satellite-Projekts duchgeführten halb- und großtechnischen Versuche sowie der dynamischen Modellierung fließen in die Entwicklung von Verfahrenssteckbriefen ein, aus denen vereinfachte Verfahrensmodellmodule entwickelt werden. Diese Module können anschließend für eine statische Bilanzierung der in der Modellregion anfallenden Schlammmengen,der Schlammeigenschaften sowie den entstandenen Kosten und Emissionen verwendet werden. Dabei werden komplexe biologische Prozesse soweit vereinfacht, dass diese durch einige Kernparameter und Eingangsgrößen beschrieben werden können. Die Bilanzierung einer Kläranlagen kann somit nur mithilfe von üblicherweise im Betrieb gemessenen Parametern durchgeführt werden, es sind also keine weiteren Messkampagnen erforderlich.

 

Bei der Bilanzierung einzelner Kläranlagen, Kläranalgenverbünden oder Regionen kann auf eine Modulbibliothek zurückgegriffen werden. Diese enthält nicht nur im Rahmen des Satellite-Projekts entwickelte, sondern auch in vorangegangenen Forschungsprojekten erstellte Module aus den Bereichen der Abwasserreinigung und der Schlammbehandlung. Je nach Bilanzierungsziel (strategische Investitionsplanung, Stoffstromanalyse, Emissionsanalyse...) werden individuell wählbare Kennzahlen berechnet, die beispielsweise im Planungsprozess für einen Variantenvergleich oder im Betrieb zur Identifikation von Optimierungspotentialen herangezogen werden können.

 

OptiNETZ-Tool

Als Werkzeug zur Unterstützung der smarten Bewirtschaftung von Klärschlammnetzwerken wurde im Rahmen des Satellite Projektes das OptiNETZ-Tool entwickelt (mehr Informationen). Das Tool bietet die Möglichkeit zur optimierten Planung und Bewirtschaftung von Zusammenschlüssen zur Klärschlammverwertung unter anderem im Hinblick auf Investitionsentscheidungen im Verbund (gemeinsame Monoklärschlammverbrennung, ggf. weitere Trocknungsstandorte), optimierte Trocknungs- und Entwässerungskonzepte im Verbund, Nährstoffrückgewinnungspotentiale (P, N) und Logistik.

Das OptiNETZ Tool wurde vom Ingenieurbüro Dr. Breitenkamp (→) in Kooperation mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover und dem Fraunhofer IML entwickelt. Die zugrundeliegende Methodik wurde vom ISAH in verschiedenen Anwendungen sowohl für Industrieprozesse (Energie und Reststoffe, Water Re-Use) als auch auf Kläranlagen (strategische Investitionsentscheidung) eingesetzt und erprobt.

      

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Neuigkeiten

01.12.2021 - OptiNETZ-Tool verfügbar!

Als Werkzeug zur Unterstützung der smarten Bewirtschaftung von Klärschlammnetzwerken wurde im Rahmen des Satellite Projektes das OptiNETZ-Tool entwickelt. Das Tool bietet die Möglichkeit zur optimierten Planung und Bewirtschaftung von Zusammenschlüssen zur Klärschlammverwertung unter anderem im Hinblick auf Investitionsentscheidungen im Verbund (gemeinsame Monoklärschlammverbrennung, ggf. weitere Trocknungsstandorte), optimierte Trocknungs- und Entwässerungskonzepte im Verbund, Nährstoffrückgewinnungspotentiale (P, N) und Logistik.

Das OptiNETZ Tool wurde vom Ingenieurbüro Dr. Breitenkamp in Kooperation mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover und dem Fraunhofer IML entwickelt. Die zugrundeliegende Methodik wurde vom ISAH in verschiedenen Anwendungen sowohl für Industrieprozesse (Energie und Reststoffe, Water Re-Use) als auch auf Kläranlagen (strategische Investitionsentscheidung) eingesetzt und erprobt. (mehr Informationen)

21.06.2021 - Großtechnische Umstellung auf der KA Pattensen erfolgt

Nach umfangreichen Vorarbeiten und Modellstudien wurde am 21.06.2021 auf der KA Pattensen durch Außerbetriebnahme des "alten" Belebungsbeckens von simultan aerober Schlammstabilisierung auf Teilstabilisierung umgestellt. So kann das erforderliche Mindestschlammalter bzw. das benötigte Belebungsbeckenvolumen deutlich reduziert werden. Bereits seit Ostern wurde kontinuierlich der TS-Gehalt und somit die Biomassekonzentration im "neuen" Belebungsbecken erhöht. Durch den höheren TS-Gehalt (ca. 4,3 g/l) und die sommerlichen Temperaturen (> 15 °C) kann das erforderliche Mindestschlammalter für die Nitrifikanten bei Betriebsumstellung sicher eingehalten werden. Die nachfolgende Abbildung bestätigt, dass auch nach der erfolgten Reduzierung des Belebungsbeckenvolumens noch ausreichende Sicherheiten vorhanden sind bzw. eine weitere Reduzierung des Volumens oder des TS-Gehalts möglich ist.

Das außerbetriebgenommene "alte" Belebungsbecken wird im Erhaltungsbetrieb weiter betrieben, um bei Problemen die die Option der Wiederinbetriebnahme offenzuhalten. Dazu wird das Becken mit einer geringen Rate belüftet. (mehr Informationen)

04. März 2021 - Zweites Verbundtreffen

Am 04. März 2021 fand das zweite Verbundtreffen statt. Pandemiebedingt musste hier auf ein digitales Format zurückgegriffen werden. Neben Sachstandsberichten aus den einzelnen Projektschwerpunkten wurde das weitere gemeinsame Vorgehen für das Jahr 2021 abgestimmt.

Verbundkoordination:

isah ohne rand

Projektleitung:
 Dr.-Ing. Maike Beier (ISAH)
 Tel.: 0511 762 2898
 Mail: beier@isah.uni-hannover.de

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